Halbjahr 2026: Güterumschlag von 495.000 Tonnen

Im Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) sind im 1. Halbjahr 2026 rund eine halbe Million Tonnen Güter land- und seeseitig umgeschlagen worden. Mit 495.000 Tonnen wurde das Halbzeitergebnis des vorigen Jahres leicht übertroffen (488.000 Tonnen). Bereits im 1. Quartal hatte sich die stabile Entwicklung abgezeichnet und in den folgenden Monaten fortgesetzt. „Mit dem bisherigen Geschäftsverlauf in diesem Jahr sind wir sehr zufrieden“, resümiert RFH-Geschäftsführer Steffen Knispel. Festzustellen sei dabei auch, „dass sich die widrigen geopolitischen Rahmenbedingungen weiterhin ungünstig auswirken“. Die Preisschwankungen auf dem globalen Erdöl- und Erdgasmarkt schlagen sich zum Beispiel auch unmittelbar auf die Preisgestaltung bei Düngemitteln nieder. Die Folge sind viel Unsicherheit und ein für den Hafen schwierig zu kalkulierendes Ladungsaufkommen in diesem Segment. Im 1. Halbjahr gingen 162.000 Tonnen Düngemittel über die Kaikante.

Neben Düngemitteln ist Holz eines der Hauptgutarten im RFH. Der Umschlag von Rundholz und Holzhackschnitzeln sorgt seit Jahren für eine robuste Grundauslastung des zweitgrößten Hafens an der Warnow. Seit Beginn 2026 wurden insgesamt 288.000 Tonnen umgeschlagen. Ein Großteil der Gutarten wird umweltschonend per Bahn ins Hinterland transportiert. Die Ertüchtigung des hafeneigenen Schienennetzes zählt alljährlich zu den Schwerpunkten in der  Investitionstätigkeit des RFH, ebenso wie die Modernisierung von Gewerbeimmobilien und die Optimierung der Betriebsprozesse, unter anderem in der hafeninternen Logistik.

Eine zentrale logistische Herausforderung bedeutet zum Beispiel das tägliche Be- und Entladen zahlreicher Lkw im Hafen. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden und eine hohe Planbarkeit in der Lkw-Abfertigung zu gewährleisten, wird bereits seit einiger Zeit im Bereich des Kühlhauses das Lkw-Zeitfensterbuchungssystem Cargoclix erfolgreich eingesetzt. Speditionen können sich über die RFH-Website auf dem Cargoclix-Portal vorab anmelden. „So lässt sich die Abfertigung der Lkw effizienter koordinieren und etwaige Staus werden vorweg entzerrt“, sagt Sven Köppen, Leiter Hafenwirtschaft beim RFH. Eine steigende Auslastung sämtlicher Be- und Entladestellen im Hafen in den zurückliegenden Monaten hat das Management des RFH veranlasst, das Cargoclix-System im diesjährigen Mai im gesamten Bereich Hafenwirtschaft zu testen und seit Juni in den Regelbetrieb zu überführen.

Rund 850.000 Euro werden gegenwärtig in die umfassende Modernisierung der Tiefkühl-Leichtbauhalle investiert, die der RFH neben dem Kühlhaus betreibt. Die Kälteanlage wird erneuert und die Halle mit einer neuen Ent- und Verladeschleuse ausgestattet.

Der Umschlag von Holz sorgt für eine robuste Grundauslastung des zweitgrößten Hafens an der Warnow. Bild: RFH/Schwandt

Zurück